Krabatmarkt in Hoyerswerda

Am 29.09.2023 beteiligten wir uns am historischen Hoyerswerdaer Krabatmarkt, der ins Zentrum des traditionellen Brauchtums der Region sowie des historischen Handwerks rückte, mit von der Partie. Einige unserer Tänzer führten das Dreschen der Garben mit Holzdreschpflegeln vor. Dabei schlugen die Männer mit den Dreschflegeln die Körner aus dem Getreide, mussten aber synchron im Takt bleiben, um Verletzungen zu vermeiden. Bei drei Dreschern wird ein dreisilbiger Spruch ausgewählt und jeder schlägt jeweils nur bei der ihm zugeorneten Silbe. Eine schweißtreibende Angelegenheit!

Herzlichen Dank an unseren Heinz Forche, der wieder alle nötigen Utensilien liebevoll dazu bereitgestellt hat.

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Dorffest zum 775-jährigen Jubiläum von Zeißig

Um einen Auftritt annehmen zu können, müssen mittlerweile fast alle aktiven Tanzpaare verfügbar sein. Da das nicht immer gewährleistet ist, müssen wir leider oft Anfragen ablehnen. Manchmal hätten wir gern zugesagt, wie zum Beispiel zum Dorffest in Zeißig vom 01. bis 03.09.23, aber leider waren für ein eigenes komplettes Programm unsererseits an diesem Wochenendesind zu wenige Tanzpaare verfügbar.

Mit einem Verkaufsstand mit selbst gebackenen Torten und Kuchen trugen wir zum gelingen des Dorffestes bei.

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Sorbischer Heimattag 2023

Der 15. Sorbische Heimattag fand am 18.07.2023 in Hoyerswerda und Bröthen statt. Wir Zeißiger waren wie jedes Jahr dabei, hin und zurück mit dem Kremser von Forches.

Festlich wie jedes Jahr wurde der sorbische Gottesdienst in der Johanneskirche durchgeführt. Umrahmt vom Seidewinkler Chor mit ihren besinnlichen Liedern. Danach ging es mit den Kremsern ins Bürgerhaus Bröthen zum gemeinsamen Mittagessen und Volksliedersingen. Die Kindertanzgruppe Bröthen bezauberte mit einem kleinen Programm.

Ein unwahrscheinlich schöner ruhiger und besinnlicher Tag voller Lebensfreude. Hat uns doch der Heimattag wieder an die sorbischen Wurzeln der Region Hoyerswerda erinnert und zugleich unser Stolz auf die Geschichte, Traditionen, Bräuche und Sprache geweckt.

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58. Europeade – größtes Festival  europäischer Volkskultur

Wieder einmal waren wir dabei, nämlich acht Mitglieder & Vertreter der Sorbischen Volkstanzgruppe Zeißig. Wolfgang, Hannelore, Achim, Ingrid, Hannes, Adelheid, Gabi und Heinz weilten vom 13. – 16.07.2023 im thüringischen Gotha.

Dieser traditionsreiche  Ort ist seit anno 1250 geprägt durch eine historisch nachhaltige Geschichte. Zum 2. Mal, nach 2013, fand diese bewegende völkerverbindende Veranstaltung in Gotha statt. Das Universum „Friedensstein“ ( Schlossanlage), bot neben zehn Bühnen und Tanzplätzen die besten Voraussetzungen zum Tanzen, Musizieren, Singen und Feiern.

Diese Gegebenheiten nutzten 23 Nationen, u.a. estnische, lettische, litauische, spanische, französische, italienische und deutsche Gruppen. Bei den baltischen Ländern hatte man den Eindruck,  „da ist keiner mehr zuhause“. Im Mittelpunkt dieses Großereignisses stand die „Parade der Europeade“ – ein farbenprächtiger und stimmungsvoller Festumzug  in 196 Bildern, der durch die Innenstadt führte. Bemerkenswert waren die wundervollen Trachten, Fahnenschwenker & -werfer, Peitschenknaller, getanzte Darbietungen, Kuhglockenensemble, markante Werkzeuge & Gefährte, akrobatische Vorführungen, Musikkapellen.

Dass wir dem Umzug ( Dauer ca. 3 Stunden) nur kurz beigetreten sind, war der Hitze über 33°C geschuldet. Dafür haben wir mit viel Beifall und „Stimmungsmache“ den „Schreier“ aus der befreundeten Trachtengruppe „Fläming“ rege unterstützt. Wir hatten uns auf einen auffälligen Platz, am höchsten Punkt der Marschroute mit anschließendem Park, postiert. Gut geeignet für eine „Siesta“!

Seit wann feiern friedliebende Menschen eine Europeade?

Die erste fand 1964 im belgischen Antwerpen statt. Inzwischen gilt die Veranstaltung als das größte Event, gefeiert wird an wechselnden Orten in der EU. Zielführend ist das friedliche Zusammenkommen tausender junger Europäer, die den Charakter ihrer jeweiligen Kultur zeigen, jedoch nicht in Form eines Wettstreites, sondern als ein großes Fest der Freundschaft.

„Friede ernähret,
Unfriede verzehret,

Inschrift der Reliefkartusche am Schloss Friedenstein in Gotha

Danke sagen wir Herrn Knut Kreuch, OB der Stadt Gotha & Landesvorsitzender des thüringischen Landestrachtenverbandes, der diese großartige Idee mit viel Engagement unterstützte.

Auch wir waren Botschafter der Sorben & der Lausitz, indem wir uns durch Gedankenaustausch, Gesang und Geschwätz in die Völkerverständigung involvierten. Möge es viele weitere Europeaden in einem friedlichen Europa geben.

                                                 

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Gelungene Hilfe beim Maibaumwerfen

Zum traditionellen Ritual des Maibaumwerfens gehört, dass die Paare vor dem Werfen des Maibaumes drei Runden um den Baum tanzen. In Zeißig werden es in diesem Jahr, am 13. Mai, vermutlich 14 Paare sein, die diese sorbische Tradition weiterführen. Unter den Jugendlichen auch viele, die zum ersten Mal dabei sein werden.

Damit das mit dem Tanzen dann auch klappt, boten Susann Sulk und Elvira Schuba von der Sorbischen Volkstanzgruppe Zeißig praktische Hilfe an. Und so übten die Jugendlichen an mehreren Abenden auf der Freilichtbühne die traditionellen Tänze unter fachlicher Anleitung. Auf die Frage zur Motivation meint Thomas Sachs: „Wir wollen uns ja nicht blamieren, vor den vielen Zuschauern.“

Anfangs mussten Susann Sulk und Elvira Schuba immer wieder eingreifen und die Schrittfolge praktisch demonstrieren. Nach mehreren Übungsstunden klappt es schon ganz gut und bei einigen Paaren war eine leichte Begeisterung zu spürender. So entstand der Plan, nach dem Maibaumwerfen ein kleines Showprogramm mit speziellen sorbischen Tänzen auf der Freilichtbühne zu gestalten. Diese Idee kam bei den zahlreichen Zuschauern gut an.

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Begegnungsfest „HojWoj is(s)t bunt

Unter dem Motto „HojWoj is(s)t bunt“ wurde am 07.05.2023 zum Begegnungsfest der Vereine auf den Lausitzplatz eingeladen. 40 Vereine, Vertreter aus Politik und Wirtschaft und Bürger nahmen daran teil. So auch einige Mitglieder unserer Sorbischen Volkstanzgruppe Zeißig. Alle hatten etwas zum Essen dabei, dass untereinander geteilt und verkostet wurde. An den Tischen kamen wir gemeinsam ins Gespräch, lernten uns bei Gesellschaftsspielen, kleinen Bastelleien oder ähnlichem, aber auch einfach so kennen. Am Rande wurde Straßenmusik gemacht, getanzt, getrommelt, jongliert.

„Hoywoj is(s)t bunt!“ war ein Begegnungsfest zwischen Bürgern und Vereinen und gleichzeitig eine Mitbringparty, denn was verbindet mehr als gemeinsam zu essen?

Wir boten unsere traditionellen Leberwurst- und Fettstullen an und hatten auch unsere Musik mit und konnten spontan die Besucher zur „Annemarie-Polka“ animieren. Übrigens waren wir der einzige Verein, der das Sorbische präsentiert hat.

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Auftritt beim Krabat-Markt in Hoyerswerda

Der bereits zum zweiten Mal vom Marketingverein Familienregion HYO e.V. organisierte Krabat-Markt in der Hoyerswerdaer Altstadt war gleichzeitig auch die Auftaktveranstaltung einer ganzen Krabatwoche in der Region. So bot der Marktplatz am 30. September von 14.00 Uhr bis zum späten Abend den zahlreichen Gästen ein vielfältiges und sagenhaftes Programm der sorbischen Sprache und Kultur sowie der traditionelle Handwerkskunst.

Mittendrin die Sorbische Volkstanzgruppe Zeißig e.V. mit einem rund halbstündigen Programm in ihrer sorbisch evangelischen Festtagstracht. Los ging es nach einer Ankündigung durch den „Schwarzen Müller“ und einigen Erläuterungen durch Gabi Linack mit einer Vorführung des Dreschens mit dem Dreschflegel.

Abwechseln schlagen die Männer mit dem Dreschflegel die Körner aus dem Getreide.
Um synchron im Takt zu bleiben, sagen sie lautstark einen Spruch auf, bei dem die Anzahl der Silben der Anzahl der Drescher entspricht.

Es folgte die Aufführung des von der Tanzgruppe mit der Choreographin Helga Hansch selbst entwickelten Tanzspiels „Ernte“ mit der Sagengestalt der „Mittagsfrau“ im Mittelpunkt. Eine Sagengeschichte, die auch heute noch Aktualität besitzt. Schließlich ist die schwere Arbeit auf dem Feld in der Mittagshitze eine Gefahr für die Gesundheit.

Zunächst mähen die Männer das Getreide mit einer Sense.
Anschließend nehmen die Frauen das Getreide mit der Hand auf und formen es zu Garben.
In der Mittagszeit muss die Arbeit auf dem Feld ruhen. Wer sich nicht an diese Regel hält, wird von der Mittagsfrau mit dem Tod bedroht, es sei denn, er kann eine Stunde lang über die Flachsverarbeitung reden.
Nach getaner Arbeit folgt ein üppiges Essen am Feldrain.
Nach der Ernte folgt der Tanz unter der Erntekrone

Den Abschluss des Auftritts bildeten traditionelle und neu choreographierte sorbische Volkstänze.

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Sorbischer Heimattag in Zeißig

Der diesjährige Sorbische Heimattag am 10. Juli begann wie alljährlich mit dem sorbischen Gottesdienst in der Jahanneskirche in Hoyerswerda. Geleitet vom Sorb. Superintendenten i. R. Jan Mahling und musikalisch begleitet vom Chor Seidewinkel und Johannes Leue an der Orgel.

Danach ging es in Begleitung der Königswarthaer Blasmusikanten mit den Kremsern nach Zeißig.

Alljährlich ist auch Heinz Forche mit seinen Haflingern der Kutscher und treuer Begleiter für die Mitglieder der Zeißiger Tanzgruppe.

Nach dem Mittagessen im Gasthaus „Zum grünen Kranz“ sangen die Teilnehmer sorbische Volkslieder und tanzten zur Blasmusik.

Den farbenfrohen Höhepunkt des Nachmittages gestaltete der Sorbische Kinderverein Zeißig e.V. mit einem kleinen Programm.

Nach der Schlussandacht von Pfr. Dr. Reichelt gemeinsam mit dem Posaunenchor endete der Sorbische Heimattag 2022 mit dem Luftballonstart vor dem Zeißighof.

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Einladung zum Sorbischen Heimattag in Zeißig

  • 10:00 Zweisprachiger Abendmahlsgottesdienst in der Johanneskirche
    • mit dem Sorb. Superintendenten i. R. Jan Mahling, Pfarrer Stefan Reichelt und Prädikant Manfred Hermaš
    • Begleitung durch den Chor Seidewinkel Kindergottesdienst
  • 11:30 Kremserfahrt nach Zeißig mit den Königswarthaer Musikanten
  • 12:30 Mittagessen im Gasthaus „Zum Grünen Kranz“
  • 14:00 Volksliedersingen, Büchertisch
  • 14:30 Auftritt des Sorbischen Kindervereins Zeißig
  • 15:00 Kaffee
  • 15:30 Besichtigung des Zeißighofes mit der Trachtenausstellung
  • 15:45 Abschlussandacht am Zeißighof – Ballongruß in die Ferne
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Tolle Stimmung beim 8. Zeißiger Trachtenball

Mitglieder der Sorbischen Volkstanzgruppe Zeißig e.V. beim Einmarsch in den Saal.

Der 8. Zeißiger Trachtenball begann traditionellen mit dem Einmarsch der Trachtenpaare in den Saal der Gaststätte „Grüner Kranz“ und der sich anschließenden knapp 10-minütigen Polonaise, die in diesem Jahr von Heidi Forche dirigiert wurde. Nach der Corona bedingten Absage im vergangenen Jahr war es für Gabriela Linack von der Sorbischen Volkstanzgruppe Zeißig, die bisher alle Trachtenbälle organisierte, eine Zitterpartie. „Bis vor 2 Wochen hatten sich nur 60 Personen angemeldet und wir überlegten, ob wir erneut absagen müssen. Aber dann begann der Run auf die Anmeldungen“, erzählt Gabriela Linack.

In einer kurzen Ansprache in sorbischer und deutscher Sprache begrüßte sie die rund 135 Gäste aus den drei sorbischen Trachtengebieten des Spreewaldes, aus Schleife und rund um Hoyerswerda. Komplett wäre das Ensemble mit der katholischen Tracht – vielleicht beim nächsten Ball. Unter den Gästen befanden sich Mitglieder des Sorbischen Trachtenvereins Seidewinkel, des Heimat- und Trachtenvereins Burg/ Spreewald, dem Njepila Hof Rohne, dem Heimatverein Neustadt/Spree und Vertretern der Standverwaltung Hoyerswerda mit dem Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh und seiner Gattin. In diesem Zusammenhang dankte sie dem Oberbürgermeister und der Stadtverwaltung für die umfangreiche Unterstützung und dem großen Verständnis für die Angelegenheiten der Sorben.

Die knapp 10-minütige Polonaise, die in diesem Jahr von Heidi Forche (li) dirigiert wurde, sorgt gleich zu Beginn für Stimmung und gute Laune im Saal.

Erstmalig beteiligten sich Mitglieder des Jugendclubs, des Sorbischen Kindervereins und des Kulturvereins aus Zeißig. Besonders erfreulich auch, dass komplette Familien zeigten, wie die sorbische Tracht und die Traditionen an die nachfolgende Generation weiter gegeben werden, so wie bei Familie Jens Sarodnik aus Zeißig, Familie Dirk Nasdalla aus Hoyerswerda und Familie Ronny Kowalick aus Neustadt/Spree, die sogar mit drei Generationen vertreten war. „Wo sollen wir unsere Zwillinge sonst lassen?“, erklärte Vater Ronny mit einem Augenzwinkern.

Mittendrin im dichten Gedränge auf dem Saal Familie Jens Sarodnik aus Zeißig mit den Töchtern Martha und Hanka sowie Sohn Werner.
Patricia und Ronny Kowalick mit ihren Kindern Lotte und Bastian präsentierten mit weiteren Mitgliedern den Heimatverein Neustadt/Spree.

Großes Interesse an den Klängen der Lausitzer Blasmusikanten aus Welzow zeigten auch Gäste aus Zeißig, Spohla und Neida, die keine Tracht trugen, aber große Sympathien für die sorbische Kultur empfinden. Für einige spontan erschienenen Gäste mussten extra noch zwei Tische aufgestellt werden.

Die Sorbische Volkstanzgruppe Zeißig als Gastgeber präsentierte im Laufe des Abends auch zwei Tänze, die von der Trainerin Helga Hansch speziell für solche Anlässe choreografiert wurden. Ein insgesamt gelungener Abend mit toller Stimmung bis zum Schluss.

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